Rotöl

alte Salbenrezepte, Mazerate, Tinkturen, Tees und ätherische Öle

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Bärenfrau
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Re: Rotöl

Beitrag von Bärenfrau » Donnerstag 11. Januar 2018, 17:26

Margit, danke für die tolle Zusammenfassung. Ich geb dir da völlig recht.
Deine Idee mit den hellen Gläsern im dunklen Karton ist super, das werde ich in Zukunft auch so machen. Bis jetzt habe ich die fertigen Öle in Braunglasflaschen abgefüllt, weil die praktisch zu verstauen sind und mit ihnen gut dosiert werden kann.
herzlichst
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Re: Rotöl

Beitrag von Schnackeline » Donnerstag 11. Januar 2018, 17:30

Margit, da Salz nicht öllöslich ist, kann es am Öl auch nichts verändern - es bleibt ja im Bodensatz und wird auch nicht mit abgegossen.
Alles andere, was Du hier geschrieben hast, kann man auch in unseren Fachartikeln nachlesen.
Meine Öle fülle ich meistens auch in helle Gläser, lagere diese dann aber dunkel.
Es grüsst: Bine
Rezept "Je länger je lieber"
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Margit
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Re: Rotöl

Beitrag von Margit » Donnerstag 11. Januar 2018, 19:21

Schnackeline hat geschrieben:
Donnerstag 11. Januar 2018, 17:30
Margit, da Salz nicht öllöslich ist, kann es am Öl auch nichts verändern - es bleibt ja im Bodensatz und wird auch nicht mit abgegossen.
Alles andere, was Du hier geschrieben hast, kann man auch in unseren Fachartikeln nachlesen.
Meine Öle fülle ich meistens auch in helle Gläser, lagere diese dann aber dunkel.
:hallo1: Ich hab die/eure Fachartikel nicht gelesen - seht das dann einfach als gut gemeinte Wiederholung :smileymania1:
Öle in helle Behältnisse zu füllen und dann dunkel lagern - das hab ich auch geschrieben :smilie_girl_004: ....


Meine persönliche Meinung und absolut nicht böse euch gegenüber gemeint bzw. kann das sowieso JEDER machen wie er möchte. Ich will auch keine Diskussion los treten - ich schreibe einfach nur meine persönliche Ansicht...

Salz ist für mich ein NoGo in Ansätzen. Es verändert insofern schon etwas, nämlich das die Optik verbessert wird und der Ansatz für o.k. befunden wird der sonst entsorgt worden wäre. Nach meinem Empfinden ist das so, als wenn älteres, an Rändern eingetrocknetes Fleisch das länger offen in der Vitrine lag grillmariniert wird, denn da merkt man es auch nicht - im Schnitzel würde man es schon merken obwohl das Fleisch von Grund auf noch nicht verdorben ist....
Was ich damit sagen will - es ist sicher verwendbar aber nicht für mich...

Es sollte von vornherein gar nicht so weit kommen dass so ein Hilfsmittel verwendet werden muss und wenn man grundlegende Dinge beachtet braucht man das auch nicht.... Fäden, Schlieren, "wolkige Gespinste" oder was auch immer zeugen im Öl davon, dass etwas in der Basis nicht stimmt/ gestimmt hat. Ich für meinen Teil würde solche Auszugsöle sowieso nicht in meinen Heilsalben, Cremen weiter verwenden...Vielleicht bin ich auch beruflich vorbelastet und sehe das enger als andere....
Setzt man von vornherein nur kleinere Mengen an, so ist auch nicht viel verloren sollte mal was schief gehen... aber wie gesagt das ist meine persönliche Meinung

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Re: Rotöl

Beitrag von Aconita » Sonntag 29. April 2018, 12:15

Margit hat geschrieben:
Donnerstag 11. Januar 2018, 19:21
Es sollte von vornherein gar nicht so weit kommen dass so ein Hilfsmittel verwendet werden muss und wenn man grundlegende Dinge beachtet braucht man das auch nicht.... Fäden, Schlieren, "wolkige Gespinste" oder was auch immer zeugen im Öl davon, dass etwas in der Basis nicht stimmt/ gestimmt hat. Ich für meinen Teil würde solche Auszugsöle sowieso nicht in meinen Heilsalben, Cremen weiter verwenden...Vielleicht bin ich auch beruflich vorbelastet und sehe das enger als andere....
Setzt man von vornherein nur kleinere Mengen an, so ist auch nicht viel verloren sollte mal was schief gehen... aber wie gesagt das ist meine persönliche Meinung
Ich muss den Thread noch mal hochkramen.

Margit, deine Meinung und dein Vorgehen seien dir belassen und da sagt auch keiner was dagegen, aber ich möchte mir nicht unterstellen lassen, dass ich verdorbenes Öl verwende.
Ich stelle Ölauszüge ja nicht nur für Salben, Cremes und Seifen her, sondern auch für die Küche. Man kann die Kräuter nicht immer trocknen lassen. Meinen Bärlauch habe ich 8 Stunden getrocknet und dann angesetzt. Wie erwartet, ist das Öl trüb, weil Bärlauch viel Wasser enthält. Geanz trocknen möchte ich ihn auch nicht, dann brauche ich davon keinen Ölauszug mehr machen. Jetzt ist das Öl trüb. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass es nach 2 Tagen vergammelt ist. Es ist durch die Feuchtigkeit der Pflanzen trüb. Damit es nicht vergammelt, muss diese aus dem Öl heraus. Das gelingt mit dem Trockenmittel Salz. Es bindet die Feuchtigkeit und verhindert die Bakterien- und Schimmelbildung.
Nach einigen Tagen ist das Öl klar und wird vom Salz abgegossen.
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Re: Rotöl

Beitrag von Herzeleid » Dienstag 8. Mai 2018, 12:51

Gut, dass du den Thread hochgekramt hast, Aconita =) und ich will auch gar nicht groß stören. Es beschäftigt mich nur eine Frage seit ein paar Tagen.

Ich habe kürzlich meinen Sammelplatz besucht, um zu schauen was da so los ist und ich hab da noch nix entdeckt. Ich weiß schon dass noch keine Johanniskrautzeit ist, aber dass man noch so gar nix sieht? Schießen die Pflanzen bis Juni noch in die Höhe und blühen dann?

Bei uns hat sich der Frühling heuer echt Zeit gelassen durch den Kälteeinbruch im März. Normal sind wir in unserer Region immer relativ früh dran. Das Johanniskraut ist bei uns schon Anfang Juni blühfreudig, nicht erst um den 21. Juni herum wie man immer sagt.

Daher mach ich mir grad ein wenig Sorgen ob ich heuer kein Johanniskraut ernten kann. :smilie_girl_004:
Kann mich da jemand beruhigen?

Wegen dem Salz: Ich habe diesen Tipp von Aconita beherzigt und habe damit mein Öl geklärt. Grad Johanniskraut setze ich völlig pflückfrisch an und ich war wochenlang enorm mit Kondenswasserwischen beschäftigt damit mein Ansatz ja nicht kippt wegen der Feichtigkeit. Nachdem ich mit Salz geklärt habe (hab grobes Meersalz genommen) war mein Öl das ich vorher schon toll fand, wirklich tiptop und meine kleinen Restbestände sind auch heute noch tadellos. Es war tiefrot aber ein wenig trüb, danach war es immer noch tiefrot aber wirklich wunderbar klar. Und ich hab dafür von einer Siederin die einen Sinn für gute Qualität hat und von meinem wirklich anspruchsvollen Masseur tolles Lob bekommen, also kann es nicht ganz so falsch gelaufen sein.

Es ist ein Unterschied ob man am Endprodukt noch eine Massnahme ergreift die das Produkt zu einem besseren und haltbareren Produkt macht, oder ob man tatsächliche Mängel die schon eingetreten sind, zu vertuschen versucht.
Gammelfleisch ist hier ein gutes Stichwort, und das Klären des frischen Öls mit Salz kann man mit Fleisch das nicht mehr ganz frisch ist und es deshalb mariniert wird (wir alle kennen doch diese grässliche Paprikamarinade von käuflichem Grillfleisch) um es zu vertuschen, so überhaupt nicht vergleichen.

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Re: Rotöl

Beitrag von Herzeleid » Dienstag 8. Mai 2018, 13:06

Übrigens, gerade Blütenölauszüge haben oft wolkige Beimengungen, das ist der Blütenstaub und andere Stoffe. Mein Johanniskrautöl hat sehr viel gelben Bodensatz, das ist kein Qualitätsmangel sondern eher das Gegenteil, oder eben nur Zeugnis dass natürliches bestes Material verwendet wurde. Ebenso wie Holunderblüten. Ohne den Blütenstaub hat der gar nicht dieses wunderbare blumige Aroma (mich krampft es jedes Mal zusammen wenn ich bei Rezepten lese "Blüten vorher abwaschen :smilie_girl_004: :smilie_girl_004: )

Und diese Stoffe machen eben Wolken im Sirup, die Menschen, die keine Ahnung haben, für Schimmel oder Gammelschlieren halten.

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Kinderzahl
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Re: Rotöl

Beitrag von Kinderzahl » Dienstag 8. Mai 2018, 21:44

Hallo Herzeleid!
Ich stand heute im Garten vor meinem Johanniskrautbeet. Die Pflänzlein sind so 5-7cm hoch, müssen also noch tüchtig wachsen! Hilft Dir das weiter?
Einen schönen Abend noch!

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Re: Rotöl

Beitrag von roseaufdemberg » Mittwoch 9. Mai 2018, 09:06

hm meine sind zwar schon etwas größer aber zum Blühen ists noch weitweitweit...

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Re: Rotöl

Beitrag von Herzeleid » Mittwoch 9. Mai 2018, 14:43

Kinderzahl das hilft mir schon weiter, danke. Und Roses Kommentar beunruhigt mich auch noch nicht weil wir hier so geschätzte 2-3 Wochen früher dran sind mit diversen, wenn nicht sogar mit allen Pflanzen, also könnte das so hinkommen.
Dann entspanne ich mich mal wieder und beginne erst Panik zu schieben wenn ich Ende Juni vor leerer Wiese dastehe. :smilie_happy_076:

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Re: Rotöl

Beitrag von Jolly » Donnerstag 10. Mai 2018, 19:21

Liebe Herzeleid, es besteht überhaupt kein Grund zur Sorge. Johanniskraut blüht eher Ende Juni (Johannistag ist der 24.6.), wobei wir im Wienerwald sogar noch um ca. 3 Wochen später dran sind.
Ich denke, du kannst ganz beruhigt warten und in ca. einem Monat eine reiche Ernte einfahren :smilie_be_039: .

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