Rotöl

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Shaiera

Re: Rotöl

Beitrag von Shaiera » Mittwoch 11. Juli 2012, 18:55

Das echte kann man auch daran erkennen, dass die Blätter winzige Löcher oder Poren haben, wenn man gegen das Licht durch sie hindurchschaut....und eben, dass es rote Flecken an den Fingern gibt, wenn man sie zerreibt.

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goldene
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Re: Rotöl

Beitrag von goldene » Donnerstag 12. Juli 2012, 08:09

ich mache immer den reib test und die finger werden wirklich sofort dunkelrot. wenn dass nicht ist dann ist es nicht das richtige johanniskraut
Liebe Grüsse aus der Schweiz

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Heidi
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Re: Rotöl

Beitrag von Heidi » Donnerstag 12. Juli 2012, 08:18

ja, wenn man die Blätter gegen das Licht hält, sieht man die winzigen Löchlein, aber man kann es eigentlich auch so erkennen - wie schon geschrieben, ergeben die zerriebenen Blüten rote FInger.
Hypericum perforatum - der Name sagt schon alles aus. Hypericum - das ist das Hypericin, der rote Pflanzenfarbstoff.
Gut, bei dir sind ein paar zu viel Stängel drin. Ich pfl+ücke immer die oberen Pflanzenteile ab, da sind dann Blüten, abgeblühte Blüten und auch einige Knospen mit dabei.
Entweder ich lasse die Blüten ein, zwei Tage antrocken und gebe sie dann in Olivenöl oder mache die erste Woche nur Küchenpapier als Deckel drauf, mit Gummiband festgemacht, weil dann evtl. Feuchtigkeit noch verdunsten kann. Man sollte mal gucken, wenn der Deckel drauf ist, sind immer wieder oben am Glasand Wassertropfen zu sehen. Die wische ich dann hin und wieder ab. Mir ist schon einmal das Öl samt den Blüten vergammelt, weil zu viel Feuchtigkeit drin ist.
Neue Erkenntnisse sagen, dass man das Öl nicht in die pralle Sonne stellen soll, weil das nicht unbedingt gut für das Olivenöl ist. Einige packen die Gläser gar in Alufolie ein. Und es ist auch nicht unbedingt erforderlich, dass das Öl später schön blutrot -wie in manchen Jahren- wird. Das Rotöl kann von Jahr zu Jahr anders ausfallen, je nachdem wie die Wetterverhältnisse sind, manchmal richtig schön rot -wie bei uns vor 2 Jahren-, manchmal aber auch ein wenig braun-rötlich. Das tut der Heilkraft jedoch keinen Abbruch.
Huch- nun ist das fast ein ganzer Roman geworden-

LG Heidi

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goldene
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Re: Rotöl

Beitrag von goldene » Donnerstag 12. Juli 2012, 10:08

ich habe die flasche auch nicht in der direkten sonne wärme tut es auch :c015:
Liebe Grüsse aus der Schweiz

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Regina
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Re: Rotöl

Beitrag von Regina » Donnerstag 12. Juli 2012, 11:20

Wenn du die Blüten und Blättchen gegen das Licht hältst, sind beim echten Johanniskraut kleine, dunkelrote Punkte zu sehen. Und in den Blättchen kleine Löcher, also ob jemand mit einer Stecknadel reingestochen hätte.

Wenn du die Blüte auf der Haut zerreibst, muss sich ein rot-brauner Farbfleck zeigen. Dann hast du echtes Johanniskraut.
Liebe Grüße
Regina

ulliwiz

Re: Rotöl

Beitrag von ulliwiz » Donnerstag 12. Juli 2012, 11:29

Ich war gerade mit unserem Hund im Wald, und habe das >Johanniskraut nochmal unter die Lupe genommen.

Es ist das echte! :c015:

Zum Glück, denn ich habe gutes Olivenöl genommen und möchte es nicht wegschütten. Es hat sich jetzt leicht ins bräunliche verändert, vielleicht kommt die rote Farbe noch. Ich hatte das Glas die ganze Zeit auf dem Balkon, aber dort ist es zwar sonnig, aber im Moment recht kalt. Nun habe ich es ins Haus geholt und hoffe die Wärme bringt mehr. Ich warte mal ab!

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Re: Rotöl

Beitrag von Heidi » Donnerstag 12. Juli 2012, 12:08

ulliwiz - hab Geduld. Meins ist etwa 2 - 3 Wochen in 3 großen Gurkengläsern. die ersten beiden verfärben sich auch so langsam ins rotbraune, das letzte ist noch gar nicht gefärbt. Das kommt schon noch und wenn nicht - es hilft trotzdem. Geduld!!
LG Heidi

ulliwiz

Re: Rotöl

Beitrag von ulliwiz » Donnerstag 12. Juli 2012, 12:25

Es soll sich mal beeilen, ich bin nicht sehr geduldig! :a025: :mrgreen:

SchwesterEster

Re: Rotöl

Beitrag von SchwesterEster » Donnerstag 12. Juli 2012, 21:37

Ich stelle mein Rotöl folgendermaßen her:
Blüten, um die Sonnenwende (höchster Sonnenstand), zw. 12 und 13 Uhr gepflückt (die Blätter u. Stengel haben auch Hypericin, aber auch andere Wirkstoffe als die Blüten)
1 Tag antrocknen, danach in ein Glas schlichten, halbvoll, mit einem oxidationsstabilen Öl aufgießen (Olive, Jojoba, Sesam), zuschrauben. Sollten das Mazerat schwitzen, Glas öffnen und mit Küchenrolle abdecken. Mehrmals am Tag durchschwenken, um die Wirkstoffe rauszulösen. Nach 14 Tagen abseihen, durch ein Tuch kolieren, abfüllen.

Man sollte es wirklich nicht länger als 14 Tage stehen lassen, auch wenn es nicht tiefrot ist, die Gefahr mikrobieller Besiedelung steigt von Stunde zu Stunde. Quelle

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Re: Rotöl

Beitrag von Heidi » Freitag 13. Juli 2012, 07:33

Genauso mach ich es auch, möglichst um die Sonnenwengzeit, allerdings ging´s in diesem Jahr erst 1 Woche später. Das Wetter war nicht entsprechend und die Blüten ließen auf sich warten.

Und was ganz wichtig ist: Vor dem Ernten sollten mindestens 2 Tage Tockenheite ohne Regen herrschen, damit die Pflanzen eben trocken sind, damit sie später nicht gammeln.

LG Heidi

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